Die Christkönigkirche in Saarlouis ist in vieler Hinsicht beispielhaft. Zunächst wurde sie Ende der 60er Jahre errichtet, um einer wachsenden katholischen Gemeinde im Stadtteil Roden ausreichend Platz zu bieten. Der Architekt Günter Kleinjohann entwarf sie im Stil des „New Brutalism“, wobei sich brutal nicht auf die deutsche Sprache bezieht, sondern vielmehr auf „béton brut“, den französischen Ausdruck für Sichtbeton. Heute dient das Gotteshaus den größten Teil des Jahres als Spielbereich einer Kita.

Ansicht

Schnitt
Neue Nutzung
Im Jahr 2008 wurde die Kirche aufgrund des baufälligen Kirchendaches aus der Gottesdienstordnung von Saarlouis gestrichen. Die Architekten von FLOSUNDK wollten den außergewöhnlichen Raum nicht ungenutzt lassen. Das Büro gewann mit seinem Entwurf den Wettbewerb für die neue Kita der Christkönig- Gemeinde. Ihr Neubau besteht aus einem zweigeschossigen Rechteck auf der Rückseite der Kirche, sowie einem Raum im Raum innerhalb der Kirche. Konstruiert wurde beides in Holzständerbauweise. Der eingestellte Kubus wurde in Holzständerbauweise, der aussenliegende Neubau in Massivholzbauweise errichtet.

Lageplan
Proportionen
Der Neubau orientiert sich an den Linien und Proportionen des Denkmals. Die Eigenständigkeit der neuen Gebäudeteile wird durch ihre Oberfläche ablesbar. FLOSUNDK nahmen durch die Verwendung von dunkel lasiertem, sägerauem Holz als Fassade die Textur der vorhandenen Sichtbetonwände auf.
Freie Spielfläche
Der ursprüngliche Kirchenraum ist der wichtigste Raum der Kita. FLOSUNDK stellten hier eine hölzerne Box in das Kircheninnere, die Küche und Nebenraum beherbergt. Der Kirchenbau fungiert dabei als überdachter Außenraum. Wände, Decke und Boden des „Holzgebäudes“ werden wie Außenbauteile wärmegedämmt ausgeführt. Treppen führen auf das Dach des eingestellten Volumens, welches als Spielfläche und auch für Gottesdienste genutzt werden kann. Die Kinder genießen diesen Ort mit seinem diffusen Licht, der ihnen Platz zum Toben bietet.

Spielerischer Umgang
Wie beim ausgelassenen Spiel erfahren Kinder im Vorschulalter ihren Körper auch über ihre persönliche Hygiene. Dabei entwickeln sie erst im Laufe der Zeit eine sichere Handhabung im Umgang mit den Herausforderungen in Bad und WC. Dafür hat Villeroy & Boch ein spezielles Angebot entwickelt. Neben einer kindgerechten Ergonomie ist das Wand-WC mit der spülrandlosen Technologie DirectFlush ausgestattet, wodurch die Reinigung erleichtert und damit die Hygiene deutlich verbessert wird. Zusätzlich sorgt die Oberfläche AntiBac mit ihrer antibakteriellen Wirkung für mehr Sauberkeit bei der „Handhabung" der Keramik.

