Der konsequentere Projektansatz
Gute Architektur und Wirtschaftlichkeit gewinnen Wettbewerbe

Neue Wege
V & B: Ist es üblich, dass Sie als Bauträger der öffentlichen Hand eine Immobilie errichten, vermieten und betreiben? Wie funktioniert das bei den drei Kitas, die sie errichten werden?
J. Berger: Die Stadt Ennepetal hat für drei Kindergärten einen Investorenwettbewerb ausgeschrieben. Wir kauften alle drei Grundstücke und erstellten diese Kindergärten. Nach der Fertigstellung vermieten wir die Kindergärten an die jeweiligen Träger über eine Laufzeit von 20 Jahren. Sollten die Träger ausfallen, ist die Kommune in der Pflicht einen neuen Träger zu finden.
Der erste Preis
V & B: Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit mit der das Gebäude errichtet wurde warein bestimmendes Argument für den Gewinn des Wettbewerbes. Warum waren Sie da besser als andere, was war ausschlaggebend für Ihr Konzept?
C. Rinsdorf: Das verdanken wir den Vorteilen des Holzbaus, der es uns ermöglicht, die Phase der Werk- und Ausführungsplanung zu straffen. Natürlich sparen wir auch durch den hohen Grad der Vorfertigung und bei der Ausführung selbst, etwa durch die Verkürzung der Trocknungszeiten insgesamt.
Nachhaltige“ Architektur?
V & B: Welche Bedeutung hat für Sie die „Kindergarten-Architektur“, wenn Sie an das zukünftige kommunale Auftragsvolumen denken. Lohnt sich aus Ihrer Sicht eine Spezialisierung auf die Ausführung in Holzbauweise?
J. Berger: Auf jeden Fall! Unsere langjährige Erfahrung bei Kindergartenprojekten und mit dem Baustoff Holz steht für unsere Kernkompetenz auf diesem Gebiet. Wir bemerken auch bei der öffentlichen Hand eine steigende Offenheit für den Holzbau und die damit verbundenen Vorteile. Nicht zuletzt das Thema „Innenraumgesundheit“ spielt ja gerade bei Kitas eine herausragende Rolle.
Architektur ist Dialog
V & B: In der Planungsphase mussten die unterschiedlichen Anforderungen des Betreibers, des Architekten mit denen des Investors und Betreibers abgeglichen werden. Worin lag dabei der Schlüssel zum Erfolg?
C.Rinsdorf: Durch die langjährige Kooperation mit unseren Partnern, etwa dem Unternehmen Materio, können wir kurze Bauzeiten verbindlich zusagen. Basis unserer Zusammenarbeit ist eine sorgfältige Vorplanung, die alle Interessen, eben auch die der späteren Nutzer, an einen Tisch bringt. Spätestens im Betrieb der Immobilie zahlt sich das dann sprichwörtlich aus.
„Pädagogische“ Architektur?
V & B: Welche Gründe gaben den Ausschlag für den Einsatz der Serie O.novo Kidsvon Villeroy & Boch?
C. Rinsdorf: Über die hochwertige Keramik heraus erfüllt diese Badkollektion konsequent sowohl die ergonomischen als auch die pädagogischen Anforderungen an kindgerechtes Design. Waschtische mit unterschiedlichen Höhen und Signalfarben zur Kennzeichnung der Funktion sind hier beispielhaft umgesetzt und unterstützen die Kinder so beim eigenständigen Lernen.

Vergleich der Bauzeiten Holzbau und Massivbau

Johannes Berger
Geschäftsführer
Materio Gruppe, Soest

Carsten Rinsdorf
Architekt RSArchitekten, Lippstadt

