Hotel & Gastronomie

Dorothea Hotel

Die architektonische Verschmelzung von Historie und Gegenwart

Bautafel

Projektname:

Dorothea Hotel

Gebäudenutzung:

Hotel

Ort:

Ungarn, Budapest

Bauzeit/Fertigstellung:

2023

Baumaßnahme:

Architektur- & Design-Konzept

Bauherr:

BDPST Group

Generalunternehmer:

TSPC Kft.

Architekten:

Lissoni & Partners, Mailand

Kulturelles Erbe trifft aktuelle Architektur – im Spannungsfeld scheinbarer Gegensätze hat das Mailänder Architektur- und Designstudio Lissoni & Partners für das Dorothea Hotel Budapest ein beindruckendes Ensemble geschaffen, in dem zeitlose Pracht mit der Impulsivität der modernen Metropole in Dialog tritt.

Das exklusive 5-Sterne-Hotel, benannt nach der österreichischen Erzherzogin Maria Dorothea von Württemberg, die gemeinsam mit ihrem Mann, Pfalzgraf Joseph, die kulturelle Geschichte Budapests maßgeblich geprägt hat, gehört zur renommierten Marriott Autograph Collection. Hier sind die Waschplätze mit Unterbauwaschtischen aus der Kollektion Architectura von Villeroy & Boch gestaltet, die sich harmonisch in das Interior Design der unterschiedlichen Design-Kategorien einfügen. Wie kaum eine andere Waschtischform passen Unterbaubecken zu verschiedensten Einrichtungsstilen. Zudem lassen sie sich perfekt mit edlen Materialien wie Naturstein oder Terrazzo kombinieren – damit sind sie für Hotelprojekte geradezu prädestiniert. 

Kulturelles Erbe und zeitgemäße Elemente

Das architektonische und innenarchitektonische Konzept des Dorothea Hotels stammt von dem international renommierten Architektur- und Designstudio Lissoni & Partners aus Mailand.. Zu dessen Projekten gehören u.a. das AP House in Mailand, das Shangri-La Shougang Park in Peking und The Ritz-Carlton Residences in Miami Beach. 

 

Das Architekturkonzept von Lissoni & Partners basiert auf der Idee, Bestandsbauten durch respektvolle Sanierung zeitgemäß aufzuwerten. So ist durch den Zusammenschluss dreier benachbarter Gebäude aus verschiedenen Stilepochen und mit unterschiedlichen Höhen, Fassaden und Höfen ein neues Gebäudeensemble entstanden, das neben dem Dorothea Hotel exklusive Privatwohnungen beherbergt: Das denkmalgeschützte Weber-Haus, das zwischen 1871 und 1873 im Stil der Neorenaissance erbaut wurde, war früher der Hauptsitz der United Budapest Metropolitan Savings Bank. Das im Jugendstil zwischen 1910 und 1913 erbaute Mahart-Haus war Sitz der ehemaligen Königlich Ungarischen Fluss- und Schifffahrtsgesellschaft und steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Der dritte Block ist das als Münnich-Haus bekannte Art-déco-Gebäude aus dem Jahr 1937. 

 

Die Dächer der Einzelgebäude wurden zu einem neuen, öffentlich zugänglichen Piano Nobile umgestaltet, im Inneren des Gebäudekomplexes wurden drei kleine Bereiche zu einem großzügigen, zur Stadt hin offenen Innenhof mit überdachtem Garten vereint. Um Helligkeit in die Innenräume zu bringen, sind die Fassaden zum Hof vollständig verglast, geschützt durch umlaufende Balkone und vertikale Holzelemente. 

 

Auch die Innenraumgestaltung setzt konsequent auf die Symbiose von vorhandenen und neuen Elementen. Entsprechend wurde beispielsweise das raumprägende Treppenhaus im Empfangsbereich erhalten und durch große Betonreliefs mit traditioneller, ungarischer Dekoration, in einen neuen Kontext gestellt. Zugleich zieht in der Lobby eine imposante Wand aus Hunderten Pyrogranitfliesen, die von der renommierten ungarischen Keramikmanufaktur Zslonay exklusiv für das Dorothea Hotel kreiert wurden, die Blicke auf sich. Jede blaue Pyrogranitfliese ist handgefertigt und in einem frischen Blauton glasiert – als aktuelle Interpretation der traditionellen Zsolnay-Fliesen. Zusätzliche kreative Impulse erhält das Interior Design durch die 499 Bilder umfassende Fotoserie des Kunst- und Modefotografen Zoltán Tombor, der in seinen Arbeiten typisch ungarische Werte mit humorvollen Details versieht.

Gästezimmer und -bäder zwischen Contemporary und Heritage

Die Gästezimmer sind in zwei Designkategorien eingeteilt: „Contemporary“-Zimmer in einer klaren, modernen Designsprache und „Heritage“-Zimmer mit Fenstern im Neorenaissancestil, Gesimsen und folkloristischen Einrichtungselementen. Die Türen der „Heritage“-Zimmer sind zudem mit Frauenporträts aus den 1800er Jahren gekennzeichnet, deren Originale in der Ungarischen Nationalgalerie zu sehen sind.  

Eingebunden in die Design- und Farbwelten der Zimmer variieren die modern ausgestatteten Bäder von fein-hell bis imposant-dunkel. Die Waschplätze sind mit durchgängigen Terrazzo-Platten und Unterbaubecken aus der umfassenden Komplettbadkollektion Architectura von Villeroy & Boch gestaltet. Diese bieten ein großes, funktionales Becken und integrieren sich mit ihrer klaren Formensprache zurückhaltend in die Gesamtästhetik. Zeitlos-puristisch im Design und konsequent auf die aktuellen Marktbedürfnisse ausgerichtet liefert Architectura Planungs- und Architekturbüros professionelle Gestaltungslösungen für Projekte jeder Art und Größenordnung. 

 

Ergänzt werden die Waschtische durch wandhängende WCs aus der Serie Avento. Die kompakten, leicht wirkenden WCs sind mit der spülrandlosen DirectFlush Technologie ausgestattet.  

Villeroy & Boch Sanitärkeramik auch im Gastronomie- und Event-Bereich

Über die Gästebäder hinaus wurden Elemente aus Villeroy & Boch Badkollektionen in den Sanitäreinrichtungen des Gastronomie- und Event-Bereichs des Hotels verbaut. Neben Unterbauwaschtischen und Urinalen aus der Serie Architectura und Avento-WCs fiel hier die Wahl auf runde Aufsatzwaschbecken aus der Kollektion Collaro, die mit ihrer filigranen Form und dem geradlinigen Design perfekt in die zeitgemäßen Sanitärbereiche passen.