1200 Grad

Hauchdünne 5 mm

Über zwei Jahre intensiver Forschungsarbeit der Experten von Villeroy&Boch stecken in der Entwicklung des Materials TitanCeram.

Keramik im römischen Bad

Schon die Römer wussten und nutzen die wohltuende Wirkung von Temperaturwechseln auf den menschlichen Körper. Zum sogenannten Römischen Bad gehören verschieden Bäder von 37 bis zu 65 Grad, die als Wannen- oder Dampfbad den menschlichen Körper entspannen. Dabei wirken besonders die fein aufeinander abgestimmten Temperaturunterschiede beruhigend auf den menschlichen Körper. Anders als die anregende, „kalte Dusche“ am Morgen, entspannt die sorgfältig orchestrierte Abfolge der Bäder den Menschen. Die Temperaturen reichen von milden 37-39 Grad im „Tepidarium“ bis hin zu 55-65 Grad im heißen Dampfbad, dem „Caldarium“. Meist geben Keramik geflieste Wände und Bänke die Wärme an den Innenraum, teilweise sogar direkt an die Haut des Badegastes weiter.

Die „optimale Temperatur“

Während die Oberfläche aus TitanCeram bei 1.200 Grad ihre außerordentliche Qualität entwickelt, entspannt der Menschen schon bei einer Temperatur von 36-38 Grad. Einige Ratgeber empfehlen sogar bis zu 40 Grad warmes Wasser, wobei das persönliche Wohlfühlen über die perfekte Wohlfühltemperatur entscheiden soll. Im Zusammenspiel mit einer Raumtemperatur von bis zu 30 Grad entsteht eine Atmosphäre, in der sich die entspannende Wirkung etwa durch Badezusätze, Musik bis hin zur Dekoration des Raumes nach persönlichen Vorlieben steigern lässt.

Architektur „hautnah“

Den Rahmen für diesen Raum der Erholung setzt dabei die Innenarchitektur des Bades, wobei den keramischen Oberflächen der Ausstattung eine besondere Rolle zukommt. Kaum irgendwo in der Architektur erfährt der Bewohner das Gebäude so direkt, quasi „hautnah“. Die intensive Berührung zwischen dem Menschen und der Architektur, zum Beispiel beim entspannenden Bad in der Wanne, lässt die Bedeutung einer keramischen Oberfläche wie TitanCeram für das „Erfühlen“ von Architektur erahnen.

„Hauchdünne 5 Millimeter“

Über zwei Jahre intensiver Forschungsarbeit der Experten von Villeroy & Boch stecken in der Entwicklung des Materials TitanCeram. Bei 1.200 Grad entsteht eine hochwertige keramische Oberfläche von herausragender Qualität, die es dem Designer erlaubte, Wandstärken von 5 Millimetern etwa für den Säulenwaschtisch Octagon einzusetzen. Diese Einzelstücke werden ausschließlich in der Manufaktur am Stammsitz in Mettlach gefertigt.

High-Tech-Manufaktur

Ohne "TitanCeram" wäre die Umsetzung der Entwürfe von Kai Steffan mit Keramik kaum möglich. So besteht die Gießform für die einzigartigen Facetten im Gegensatz zu den üblichen zweiteiligen Formen aus vielen Einzelteilen. Diese werden von erfahrenen Mitarbeitern ausschließlich von Hand gefertigt, gelöst und kontrolliert. Damit nimmt die Keramik von Octagon eine Sonderstellung ein. Anders als bei vielen vollautomatischen Prozessen in der Produktion von Keramiken, erfolgt der Fertigungsprozess über das Entgraten der Gießnähte hinaus ausschließlich in Handarbeit