90 Grad: Keramik und der rechte Winkel

WelchesAnliegen hinter le Corbusiers Gedicht vom rechten Winkel steht und warum das orthogonale System bei der Herstellung von Badkeramik eine besondere Herausforderung darstellt.
Das Gedicht vom rechten Winkel
Nicht erst seit der Publikation „Le poème de l'angle droit“ gilt der rechte Winkel als Grundlage für die „eigene Ordnung der Menschen“, so le Corbusier. Auf der Grundlage rechtwinkliger Systeme entwickelte die Architektur wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Planung und Umsetzung von Gebäuden. Aktuelle Fertigungs- und Anwendungstechniken und nicht zuletzt die Möglichkeiten durch parametrische Entwurfsprozesse befreien den Planer inzwischen immer weiter vom „Diktat des rechtwinkeligen Rasters“. Auf der anderen Seite sind sich viele Experten einig, dass der 90-Grad-Winkel auch weiterhin eine bedeutende Rolle für die Realisierung von Architektur einnehmen wird.
Das Runde im Eckigen
Stellvertretend für eine strenge Umsetzung dieser Idee steht das quadratische Fliesenraster, welches bis heute die Grundlage vieler Badplanungen bildet. Oft gilt bei der Ausführung von Bädern das Mantra des „Fugenschnitts“ als das sichere Zeichen einer professionellen Arbeit. Da erscheint es auf den ersten Blick überraschend, dass die keramischen Einbauten sich meist auf die Formensprache der geschwungenen Linien beziehen und so einen Kontrast zum übergeordneten Gestaltungsraster darstellen. Nicht ohne Grund stehen reduzierte Entwürfe mit geraden Kanten und rechten Winkeln oft für Begriffe wie „Designer-, oder Architektenbäder“. Den Anforderungen dieses Entwurfstypus entspricht Villeroy&Boch mit Kollektionen wie „Architectura“ oder „Memento“. Diese zeichnen sich entweder durch ihre Gradlinigkeit sowie eine reduzierte Linienführung aus und erfüllen so die gestalterischen Anforderungen der Planer.
Keramik und die perfekte Linie
Bei Villeroy&Boch steht eine Unternehmenskultur mit über 250 Jahren keramischer Erfahrung für das Streben nach höchster Perfektion. Besonders bei Kanten und Flächen, die mit dem orthogonalen System des Bades harmonieren sollen, ist die exakte Linienführung eine besondere Herausforderung. Die große Kunst bei der Formgebung in der Keramik liegt in der Beherrschung des Schwindungsprozesses während der Herstellung. Bei den verschiedenen Schritten des Trocknungs- und Brennverfahrens verliert der Rohling je nach Materialstärke bis zu 30 Prozent seines ursprünglichen Volumens. So werden Präzision und Maßhaltigkeit zum herausragenden Qualitätsmerkmal hochwertiger Keramik. Darüber hinaus zeichnen sich die Produkte von Villeroy&Boch durch eine makellose Oberfläche aus. Dies ist das Ergebnis einer besonders dicken, bis zu einem Millimeter starken Lasur. So setzt das Unternehmen beispielsweise mit TitanCeram wie schon so oft Maßstäbe in der Branche. Besonders die Präzision der Linienführung dieser teilweise in Handarbeit hergestellten Kollektion beeindruckt die Experten.
Bad und Wellness professionell planen
Speziell für Architekten hat Villeroy&Boch das Architektenhandbuch mit ausgewählten Inhalten rund um die Planung des Bades entwickelt. In dieser Onlinepublikation erhalten Planer über die Leistungsmerkmale hinaus Hintergrundinformationen zum Unternehmen, den Produkten und der Produktion. Gerade in hochwertiger Keramik steckt viel Liebe zum Detail und die Erfahrung aus über 250 Jahren Arbeit mit dem Material. In dieser Themensammlung lernen Sie die Menschen kennen, welche die Produkte entwickeln und herstellen. In Interviews und Fachbeiträgen erlauben sie einen Blick hinter die Kulissen des weltweit tätigen Keramikspezialisten. Architekten erhalten Informationen und Anregungen von der Planung luxuriöser Wellnessbereiche bis zur effizienten Gestaltung von Bad- und Nassbereichen großer Projekte. Darüber hinaus bietet Villeroy&Boch ein umfassendes Angebot an Planungsunterstützung unter: www.pro.villeroy&boch.de





