„Sommertag“ – ein erfrischender Farbverlauf für das Ingolstädter Sportbad
Im Rahmen eines „Kunst am Bau Wettbewerbs“ für das neue Sportbad Ingolstadt gewann der Künstler Werner Kapfer mit dem Entwurf eines farblich fein abgestimmten Farbverlaufs, der später mit PRO ARCHITECTURA Mosaikfliesen realisiert wurde. Die offizielle Eröffnung des Bades fand am 24.April statt. An diesem Tag zeigte sich das von ihm als „Farbchromatik Sommertag“ titulierte Wettbewerbskonzept auf einer insgesamt 24 m langen Wandfläche im Innenbereich des Bades.
Doch zunächst wurde der preisgekrönte Entwurf erstmals im Atelier Artefactur von Villeroy & Boch in Merzig umgesetzt und ausgelegt. Speziell für derartige raumfüllende Vorhaben nutzt das Unternehmen eine Werkhalle, so dass Künstler und Architekten ihre Arbeiten noch einmal in Gänze beurteilen und im Detail eventuell justieren können. Werner Kapfer, der bekannt ist für eine „konzentrierte Malerei“ – so ein Titel einer Ausstellung – mit intensiven Farben, fand bei der traditionsreichen Manufaktur einen versierten Geschäftspartner für sein Vorhaben.
So wurden genau nach den Vorgaben von Werner Kapfer und auf der Grundlage der Serie von PRO ARCHITECTURA die gewünschten NCS-Farben keramisch entwickelt, so dass die Fliesen die Ansprüche des Architekten nach einer entsprechenden Korrespondenz der Farben untereinander erfüllten.
Die Idee des Entwurfs – ein Farbspiel sonnendurchfluteten Laubes – wurde auf zwei jeweils 1,70 x 12 m langen Entwürfen verwirklicht. In der realen Umsetzung spiegeln sich die Farbtöne des Mosaiks im Wasser und fließen dort irisierend ineinander. Gleichzeitig erzeugt die natürliche Bewegung des Wassers eine schillernde Reflektion auf der Wandfläche, so dass der ganze Raum von den leuchtenden Sommerfarben durchflutet erscheint.
Werner Kapfer setzte sich im Wettbewerb gegen sechs weitere Künstler durch. Der vom Kulturreferent der Stadt Ingolstadt ausgelobte Wettbewerb für das insgesamt 25 Mio. umfassende Bauprojekt des neuen Schwimmbades beruht auf einer Richtlinie des Bundes.
Die Kunst-am-Bau-Richtlinie verpflichtet öffentliche Bauherrn, einen bestimmten Anteil der Baukosten – meist ein bis zwei Prozent – für Kunstwerke zu verwenden, soweit Zweck und Bedeutung der Baumaßnahme es rechtfertigen. Das Kunstwerk soll ein eigenständiger Beitrag zur Bauaufgabe sein und einen Bezug zur Architektur und/oder der Funktion des Bauwerkes herstellen. Die Integration in die Umgebung sollte beachtet werden und der Beitrag sollte durch künstlerische Qualität und Aussagekraft beeindrucken. Durch einen entsprechenden Stadtratsbeschluss in Ingolstadt wurde diese Richtlinie zur Freude der heutigen Benutzer des Sportbades befolgt. Die „Farbchromatik Sommertag“ bringt eine kunstvolle optische Erfrischung in das neue gestaltete Bad.