Budapest – die Donau, einzigartige Bauwerke, Thermalbäder und Kaffeehäuser machen den besonderen Charme der vielleicht schönsten Hauptstadt in Osteuropa aus. Ihre berühmteste Prachtstraße ist die rund zwei Kilometer lange Andrássy út, die von zahlreichen opulenten Palais und Villen im Stil der Neorenaissance gesäumt wird. Seit 2002 gehören der Straßenzug und die unter ihm verlaufende Földalatti, die älteste U-Bahn auf dem europäischen Festland, zum UNESCO-Weltkulturerbe. In einem der beeindruckenden Gebäude an der Andrássy út, im ehemaligen Palais Haggenmacher, empfängt heute das moderne 4-Sterne Hotel Oktogon Haggenmacher Reisende aus aller Welt.
Ein Bauwerk mit Geschichte
Das Palais Haggenmacher wurde von Henrik Schmahl entworfen und zwischen 1884 und 1886 erbaut. Bauherr Henrik Haggenmacher, ein erfolgreicher Schweizer Mühlenbesitzer und Brauer, lebte mit seiner Familie im ersten Stock des Herrenhauses. Ab 1934 wurde die großzügige Wohnung an die Budapester Stadtbibliothek, später an die Bibliothek Szabó Ervin verpachtet. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das inzwischen heruntergekommene und unter Denkmalschutz stehende Gebäude zusammen mit anderen historischen Bauwerken in der Andrássy út verkauft. Seit den 2010er Jahren werden die einst glamourösen Palais zu Hotels umgebaut.
Aktuelle Gestaltung historischer Architektur
Für die Renovierung und den Umbau des Palais Haggenmacher, die von 2020 bis 2022 erfolgten, entwickelte das Budapester Architekturbüro Archikon ein ganzheitliches Gestaltungskonzept. Das Ziel, dem Gebäude und dem Interieur mit modernen Elementen eine hohe, zeitgemäße Qualität zu verleihen und dabei die historischen Räume und Gegebenheiten zu respektieren, ist perfekt gelungen: Das neue Hotel Oktogon Haggenmacher fügt sich in idealer Weise in die vorhandene architektonische Struktur des Gebäudes ein.
Der ehemalige Innenhof wurde mit einer Glasüberdachung versehen, die im Winter als zusätzliche Wärmequelle dient und im Sommer mit einem Beschattungssystem abgedeckt wird. In diesem neu entstandenen, zentralen Atrium-Raum, der von imposanten Treppenaufgängen und den umlaufenden Emporen geprägt ist, sind Empfang und Lobby des Hotels sowie der Sitzbereich des angrenzenden Frühstücksbereichs untergebracht. Dank des engen Fensterrasters an der bestehenden Fassade und dem Ausbau des Dachgeschosses konnten insgesamt 121 komfortable Hotelzimmer erstellt werden. Darüber hinaus verfügt das Hotel über einen Fitnessraum und einen Wellnessbereich sowie einen Sitzungssaal, einen Tagungsraum und eine Hotelbar.
Innenarchitektur zwischen Strenge und Harmonie
Das Interior Design des gesamten Hauses, gestaltet von este’r partners aus Budapest, wirkt trotz seiner strikten Ausrichtung agil und ausgewogen. Zentrale Elemente sind sich wiederholende, geometrische Muster, etwa bei den ursprünglichen schachbrettartigen Fliesen in den Gängen, die erhalten wurden, um den äußeren, öffentlichen Bereichen eine rhythmische Charakteristik zu verleihen. Während hier Schwarz und Weiß vorherrschen, dominieren in den Innenräumen die Farben Grau, Rot, Grün und Blau, die mit modernen Einrichtungsgegenständen kombiniert in einen subtilen Kontrast zu traditionellen Holzvertäfelungen, Wandverkleidungen und Einbaumöbeln gestellt werden. Die Gästezimmer sind durchgängig mit asymmetrischen Farbflächen akzentuiert und mit hellem Holz eingerichtet, wodurch das klassische Ambiente eine frische und zugleich harmonische Note erhält.
In den modern ausgestatten Bädern wird das Farbkonzept fortgeführt: Großzügige Farbflächen beleben die Raumgestaltung und unterstreichen den aktuellen Anspruch des Hauses. Dazu passt die Wahl der Toiletten: In allen 121 Gästebädern wurde das wandhängende WC Subway 2.0 von Villeroy & Boch verbaut, das eine reduzierte, puristische Formensprache mit bester Hygiene kombiniert. Die spülrandlose DirectFlush Technik sorgt mit ihrer intelligenten Wasserführung und einem kleinen Spritzschutz dafür, dass das Innenbecken ohne Überspritzungen komplett ausgespült wird. Dabei bieten die WCs mit einem Wasserverbrauch von lediglich 3 bzw. 4,5 Litern pro Spülgang eine unvermindert hohe Spülleistung. Ohne den herkömmlichen Spülrand und vollständig glasiert sind die DirectFlush-WCs zudem schnell gründlich gereinigt.

